Lobbyismus auf Regierungsebene: Menschenrechte statt Profit

Im gleichnamigen Monitorbeitrag (Manuskript) wurden die Verwässerungspläne der Regierung offen gelegt: Aus Erwartungen an Unternehmen wurden Empfehlungen, aus verbindlich mal wieder freiwillig. Worum geht’s? Die Bundesregierung hat einen Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte zu erarbeiten – also wie Unternehmen der Einhaltung von Menschenrechten nachkommen sollen. Bis jetzt setzen sich nur Lobbyinteressen seitens Finanzministerium oder des ehemaligen Mitglieds des Menschenrechtsausschusses und heutigen Geschäftsführers des Arbeitgeberverbands durch.

Für eine kräftige Stimme, die Menschenrechte vor Profit stellt, gibt es hier eine Petition!

21.09.2016: Wo kommen die Grabsteine her – Infoveranstaltung in Chemnitz

Ruhe in Frieden?

Der Arbeitskreis Stadtkaffee/Faire Beschaffung organisiert am 21.09.2016 um 19 Uhr einen Informationsabend, über die Frage, wo unsere Grabsteine herkommen.

Ort: Theaterstraße 25, Jakobi-Saal

Flyer Grabsteine

Dresdner Stadtrat beschließt: Landeshauptstadt soll Fairtrade Town werden

Auf der heutigen Sitzung hat der Dresdner Stadtrat mit 35 Ja-Stimmen dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zugestimmt, sodass sich Dresden im Rahmen der Kampagne ‚Fairtrade Towns‘ um den gleichnamigen Titel bewirbt, den der „Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt“ verleiht.

„Damit ist auch das letzte Kriterium für den Antrag erfüllt, den wir sogleich eintüten werden! In Dresden gibt es 33 Gastronomiebetriebe, die fair gehandelte Produkte verwenden, 64 Einzelhändler, die entsprechende Produkte vertreiben ebenso wie 9 Kirchgemeinden, 3 Schulen und 2 Vereine, die sich aktiv um den Fairen Handel bemühen und seit heute auch den Stadtratsbeschluss“, sagt Antonia Mertsching, Sprecherin der Gruppe „Dresden fair.wandeln“. Den ganzen Beitrag lesen »

ILO-Kernarbeitsnormen finden nur selten Anwendung in Sachsen

Aus einer kleinen Anfrage der Grünen geht hervor, was SACHSEN KAUFT FAIR schon die ganze Zeit vermutet: Bei der Beschaffung im Freistaat Sachsen finden die ILO-Kernarbeitsnormen nur selten Berücksichtigung. Das Sächsische Vergabegesetz verbietet die Anwendung sozialer Kriterien beim Einkauf zwar nicht, leistet allerdings auch keinerlei Unterstützung für deren Verwendung.

Lesen Sie hier die die die Antwort von Wirtschaftsminister Dulig auf die Kleine Anfrage der Grünen und die Reaktion der Abgeordneten Petra Zais, MdSL.

27.09.2016: Dialog zur nachhaltigen Beschaffung von Textilien in Leipzig

Ordnungsämter, Feuerwehren, Krankenhäuser, die Polizei und viele weitere öffentliche Stellen benötigen qualitativ hochwertige Arbeits- und Schutzkleidung sowie Flachtextilien. Doch hohe Qualität ist nicht automatisch auch ein Garant für gute Arbeitsbedingungen in der Produktion. Den ganzen Beitrag lesen »

Faire Grabsteine in sächsischen Kommunen

Leipzig und Chemnitz gehen voran: Vertreter*innen aus Stadtverwaltung, Kirchen, des Handwerks und der Gewerkschaften haben sich zusammen getan, um über die Problematik im Zusammenhang mit dem Steinabbau zu informieren und alternative Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Positionspapier Steine für Chemnitz

Positionspapier Grabsteine Leipzig

Flyer würdiges Gedenken

Bei weiteren Fragen schreiben Sie eine Mail an fairkauf(at)einewelt-sachsen(punkt)de

Sozial verantwortliche IT-Beschaffung

Ein neuer Praxisleitfaden zur sozial verantwortlichen IT-Beschaffung wurde von weed veröffentlicht. Der Leitfaden stellt Praxisbeispiele von Vergabestellen aus ganz Europa vor, die schon jetzt soziale Kriterien in ihre IKT-Ausschreibungen integrieren und unterschiedliche Ansätze der Kontrolle verfolgen. Neben konkreten Ausschreibungen mit Mustervorlagen gehören hierzu Beispiele struktureller Maßnahmen und externer Hilfestellungen. Praxisleitfaden

Mode trifft Moral – am 27. und 28.02. im DHMD

Das Deutsche Hygienemuseuem Dresden beleuchtet ein Wochenende lang die Licht- und Schattenseiten der Textilindustrie. Im Mittelpunkt steht die Diskussion, wer die Verantwortung trägt für die Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Fast Fashion, Dienst- und Berufskleidung oder auch teuren Luxusmarken. Auch die Allianz SACHSEN KAUFT FAIR diskutiert mit.

Programmflyer

Zukunftsspinnerei

Am 9. November, 17 Uhr in der Centrum Galerie ist es so weit! Wir fragen uns: Wie konsumiert die Zukunftsstadt?Plakat

Wir schreiben das Jahr 2030. Dresden hat sich verändert. Es leben viele neue Menschen hier, der Klimawandel ist spürbar, aber die Stadt ist für alle angenehm und lebenswert. Dresden ist eine nachhaltige Metropole. Die Stadtgesellschaft reagierte, indem sie ihr Konsum- und Wirtschaftsverhalten umstellte. Aber: Wie konsumiert ein Dresdner Haushalt in 2030? Welche Waren verkauft der Einzelhandel und wie hat er sich aufs Online-Shopping eingestellt? Wie sieht die Prager Straße aus und welche Unternehmen sind dort ansässig? Welche Beschaffungskultur herrscht in Verwaltung und Unternehmen und welche Rolle spielt der „ehrbare Kaufmann“? Den ganzen Beitrag lesen »

Sozial verantwortliche Beschaffung von Grabmälern und im Straßenbau

Wir bringen den Stein ins Rollen!

24.11.2015, 10-17 Uhr

Evangelische Akademie, Lutherstadt Wittenberg

Bildschirmfoto Steine

Sensible Waren in der öffentlichen Beschaffung bezeichnen Produkte, bei deren Einkauf auf die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen zu achten ist – so auch Natur- und Grabsteine. Stammen diese aus China oder Indien eilt ihnen der Verdacht voraus unter Verletzung grundlegender Menschen- und Arbeitsrechte abgebaut worden zu sein. Über globale Lieferketten landen solche Steine dann auf Marktplätzen, Seitenstraßen oder Friedhöfen – oftmals, da der Preis das ausschlaggebende Einkaufskriterium ist.

Nichtregierungsorganisationen weisen schon seit Jahren auf das Problem hin, inzwischen ist es bei Politiker*innen, Beschaffungsverantwortlichen und bei Steinmetzen oder Bauunternehmern angekommen. Was kann also getan werden?