A l l i a n z
SACHSEN KAUFT FAIR
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15. Mai 2012

BILLIG: KOMMT TEURER – Die Kampagne des DGB Sachsen für ein neues Vergabegesetz

Wer hat sich nicht schon mal darüber aufgeregt, dass das Schnäppchen aus dem Supermarkt nach kurzer Zeit auch schon wieder kaputt war. Und das natürlich niemand etwas umtauscht oder zurück­nimmt: „Bei Aktionsware gibt es bei uns keinen Umtausch.“ Der Volksmund sagt dann: „Einmal gekauft, zweimal bezahlt!“ Genau daran will die DGB-Kampagne für ein modernes Vergabegesetz mit fai­ren Bedingungen für die öffentliche Auf­tragsvergabe anknüpfen. Überall gibt es Beispiele dafür, dass öffentliche Aufträge an den billigsten Anbieter gehen und die Gesellschaft die Kosten dafür zahlen muss. So wie beim Dach der Dresdner Eishalle, wo offensichtlich unsauber gearbeitet wurde, die Firma bald darauf pleite ging und jetzt die Stadt Dresden die Kosten für die Sanierung des maroden Daches zu tragen hat.

Sechs Bildmotive sollen unterschiedliche Bereiche zeigen, in denen öffentli­che Aufträge eine wesent­liche Rolle spielen. Da ist natürlich der Bau, der ganz wesentlich von den Aufträgen der Städte und Gemeinden abhän­gig ist. Aber auch in der Gebäudereini­gung oder bei ande­ren Dienstleistungen haben Städte und Gemeinden eine wichtige Rolle mit ihren Aufträgen. Und dann gibt es eben auch Unternehmer, die gnadenlos darauf setzen, dass ihre Leute einen Hungerlohn bekommen und dann auch noch eine Aufstockung vom Amt bean­tragen müssen. Manche Unternehmer haben davon die Nase voll und beteiligen sich nicht mehr an öffentli­chen Ausschreibungen.

Mit der Kampagne will der DGB Sachsen die Poli­tiker im Sächsischen Landtag erreichen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger sollen merken, dass ein vermeintlich trockenes Thema wie das Vergabege­setz Einfluss auf ihre Arbeits- und Lebensbedingun­gen haben kann. Deshalb wollen die Gewerkschaften neben vielen Gesprächen mit Parlamentariern auch direkt auf den Straßen und Marktplätzen präsent sein. Eine Tour im Juni und dann nach der Sommerpause im September/Oktober soll durch die Städte und Gemein­den Sachsen führen. Dabei werden Unterschriften gesam­melt und den Bürgerinnen und Bürgern die Mög­lichkeit gegeben „Gesicht zu zeigen“. Dort soll aber auch das Gespräch mit den Lokalpolitikern gesucht werden. Auch bei ihnen muss das Verständnis dafür wach­sen, dass bei öffentlichen Aufträgen durch Einhaltung von tariflichen Bedingungen, sozialen und ökologischen Krite­rien für die ganze Gesellschaft ein Mehrwert entsteht.

Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.billig-kommt-teurer.de oder www.facebook.com/BilligKommtTeurer.

3. Mai 2012

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Thema Einkauf der öffentlichen Hand in der EU, bundesweit und in Sachsen.

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Ihr SKF-Team

2012_Apr_SKF Newsletter (PDF)

20. März 2012

Marokkanerinnen berichten, Publikum näht, Dresden kneift, Chemnitz legt nach

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Chemnitzer Stadtrat setzt Weichen für FairGabe

Bundesweit beschlossen bereits über 200 deutsche Kommunen und neun Bundesländer, keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit einzukaufen und haben somit begonnen, Menschenrechte bei der Arbeit in ihren Einkauf einfließen zu lassen. In Sachsen sind es Dresden, Chemnitz, Leipzig und Zwickau. An der Umsetzung dieser Beschlüsse arbeitet nach vorliegenden Informationen jedoch nur Chemnitz. Um diesen Umsetzungsprozess zu beschleunigen hat der Chemnitzer Stadtrat im Januar aktive Schritte der Verwaltung eingefordert.

Ausbeutung für Steuergelder?

Wie notwendig endlich Schritte zu einem verantwortlichen Einkauf der öffentlichen Hand sind, belegen die Studie MADE IN MAROKKO und der Film DEN FADEN VERLIEREN.

www.sachsen-kauft-fair.de/recherchen-und-studien
www.sachsen-kauft-fair.de/buergerinnen/kampagnenmaterial

30.1.2012: Ausbeutungs-Parkour im Dresdner Louisen Kombi Naht

Zwei Aktivistinnen von der marokkanischen Arbeitsrechtsorganisation ATTAWASOL haben am 30. Januar 2012 über diese Zustände berichtet. Sie kamen ins Louisen Kombi Naht in der Dresdner Neustadt. Dazu war auch der Dresdner Vergabeleiter eingeladen, der jedoch seine Teilnahme absagte. ZuhöherInnen konnten an diesem Montag abend nicht nur diskutieren, sondern auch selbst ausprobieren. Sie waren eingeladen, die Akkordwelt der NäherInnen selbst zu erleben und auszuprobieren, ob sie es schaffen, in 10 Sekunden eine Tasche zu nähen.
Bettina Musiolek von SACHSEN KAUFT FAIR findet: „Gegenwärtig wissen Städte in der Regel nicht, wo Uniformen, Kittel und Blaumänner für ihre Angestellten hergestellt werden. Geschweige denn wie. Kommunen müssen jedoch sicherstellen, dass Steuergelder nicht für Produkte aus Sklavenarbeit ausgegeben werden.“ Naim Naima und Laymae Assouz fordern Kommunen in Europa auf, bei ihrem Einkauf auf Menschenrechte zu achten.

Stadtverwaltung Dresden schlägt Einladung aus

SACHSEN KAUFT FAIR sucht seit 4 Jahren den Dialog mit der Dresdner Stadtverwaltung, um sie bei der Umsetzung dieser Forderung zu unterstützen. Der Stadtrat hat bereits zwei Beschlüsse in dieser Richtung gefasst. Was tut die Stadtverwaltung zu ihrer Umsetzung? Diese Frage von Dresdner BürgerInnen und marokkanischen ArbeiterInnen konnte erneut nicht beantwortet werden, denn die Stadtverwaltung schlug die Einladung trotz Nachfragen von verschiedenen Seiten aus!

Veröffentlichungen und Veranstaltungen wurden von verschiedenen Medien mit einer GesamthöherInnen- und leserInnenzahl von ca 360.000 verfolgt.

20. März 2012

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Sachsen kauft fair_Feb2012-Newsletter- PDF

6. Februar 2012

Ökumenischer Praxistag „Zukunft einkaufen“

Herzliche Einladung zum Ökumenischen Praxistag „Zukunft einkaufen“

Wann? Samstag, 14.04.2012, Beginn: 9:30 Uhr, Ende: 16:00 Uhr
Wo? St. Benno-Gymnasium, Pillnitzer Straße 39, 01069 Dresden

Programmflyer-PDF

Mit dem 2008 gestarteten Projekt „Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften in Kirchen” soll dauerhaft die Beschaffung der Kirchen an ökologischen, sozialen und Fair-Handels-Standards ausgerichtet werden.
Aber wie und wo kaufe ich „richtig“ ein? Was gibt es überhaupt? Ist das nicht viel zu teuer? Wie funktioniert das? Worauf muss ich beim Einkauf achten? Auf diese Fragen wollen wir beim Praxistag Antworten geben. Sie sind herzlich eingeladen, mitzudenken und zu diskutieren.

Kostenbeitrag: Spende für die öko-faire Verpflegung erbeten

Anmeldung bitte bis spätestens 30. März 2012 an:

Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens
Herrn OKR Oehme
PF 12 05 52
01006 Dresden

4. Februar 2012

Networkwear-Film “Den Faden verlieren”

Ein Film von Oriol Andrés, Carlos Castro und Gemma Garcia

Creative Commons 2011

Schmutzige Arbeitsbedingungen am Rande Europas und vor den Toren Europas im Auftrag unserer Städte und Gemeinden: Der Film zur Networkwear-Studie “Made in Marokko” stellt das System der öffentlichen Beschaffung von Arbeitsbekleidung in Europa und die Probleme der prekären Arbeitsbedingungen am Beispiel des Lieferlandes Marokko dar.
Der Film wurde im Rahmen des EU-Projektes Networkwear erstellt, an dem Sachsen kauft fair und die Stadt Chemnitz beteiligt sind.

Der Film stellt beispielhaft die Herangehensweise an sozial verantwortliche Ausschreibungen vor und portraitiert die Arbeitsweise der Fair Wear Foundation.

Der Film auf DVD ist im Sachsen kauft fair-Büro des ENS für 10€ inkl. Versand bestellbar.

Teil 1:

Teil 2:

 

18. Januar 2012

Made in Marokko: Film und Bericht

Veranstaltungsankündigung:

Montag, 30. Januar, Louisen Kombi Naht, Louisenstraße 72

Wollen Sie wissen, ob auch ihre Stadt Kleidung von ausgebeuteten Frauen kauft? Wir sagen es Ihnen hier auf der Veranstaltung:

Film, Diskussion, Erlebniswelt Akkordnähen

Marokkanerinnen berichten: Städte lassen nähen, wo Frauen ausgebeutet werden. Profitiert auch Dresden davon?

Eine gerade veröffentlichte Studie der spanischen Menschenrechtsorganisation SETEM belegt Extremausbeutung von Frauen. Sie nähen die Uniformen und andere Arbeitsbekleidung für Städte und Kommunen.

MADE IN MAROKKO steht für Qualitätsbekleidung. Europäische Städte und Länder kaufen sie.
MADE IN MAROKKO steht aber auch für Rechtsverletzungen. Hier die häufigsten:
Die Beschäftigten atmen giftige Substanzen ein. Sie arbeiten für Hungerlöhne. Exzessive, erzwungene und willkürlich angeordnete Überstunden mit gravierenden sozialen und persönlichen Folgen.

Zu sehen und zu hören sind diese Zustände im Dokumentarfilm DEN FADEN VERLIEREN und aus erster Hand: von zwei marokkanischen Frauen. Als ehemalige Näherinnen setzen sie sich nun für die Rechte der Beschäftigten ein. Sie kommen nach Europa – dort, wohin die Bekleidung exportiert wird.

Naim Naima und Laymae Assouz kommen am Montag, den 30. Januar 2012 um 19 Uhr ins Dresdner Louisen Kombi Naht, Louisenstraße 72. Als Vertreter der Stadt Dresden ist der Leiter der Vergabestelle, Herr Krones, eingeladen.

Bettina Musiolek von SACHSEN KAUFT FAIR findet: „Gegenwärtig wissen Städte in der Regel nicht, wo Uniformen, Kittel und Blaumänner für ihre Angestellten hergestellt werden. Geschweige denn wie. Kommunen müssen jedoch sicherstellen, dass Steuergelder nicht für Produkte aus Sklavenarbeit ausgegeben werden.“

Im Louisen Kombi Naht sind Sie eingeladen, die Akkordwelt der NäherInnen selbst zu erleben. Probieren Sie aus, ob sie es schaffen, in 10 Sekunden eine Tasche zu nähen.

Näheres ist zu erfahren bei: Bettina Musiolek, 0351-49 233 61, 0178 877 32 98, ed.neshcas-tlewenienull@fuakriaF

Die zivilgesellschaftliche Initiative SACHSEN KAUFT FAIR wird getragen vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen ENS, der Grünen Liga Sachsen, dem DGB Sachsen sowie der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und gehört der europäischen Initiative NetWorkWear für GUT gekleidete Städte an. NetWorkWear ist ein Bündnis von sechs Organisationen in 4 europäischen Ländern. Das Bündnis will dazu beitragen, dass Arbeits- und Menschenrechte von Frauen und Männern, die Dienstkleidung für öffentliche Auftraggeber herstellen, geachtet werden. NetWorkWear ist eine Initiative der internationalen CLEAN CLOTHES CAMPAIGN.

2. Dezember 2011

Made in Marokko: Prekäre Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Die Kampagne Sachsen Kauft fair! veröffentlicht die im Rahmen des EU-Projektes NetWorkWear erstellte Studie “Made in Marokko” (Kurzfassung). Dokumentiert werden die Auswirkungen des internationalen Subunternehmertums auf die ArbeiterInnen vor Ort.

96% der marokkanischen Exporte gehen nach Europa – vielleicht auch in Ihre Kommune! Der öffentlichen Hand darf es nicht egal sein, wo Ihre Waren herkommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden.

Die Studie eröffnet Einblicke in die Arbeitsstrukturen in Marokko, ordnet diese in das System der internationalen Lieferketten ein und gibt Empfehlungen an öffentliche Auftraggeber. Soziale Mindeststandards werden von den Betroffenen vor Ort gefordert. Diese Forderungen verdienen unsere Unterstützung.

Für die Umsetzung dieser Ziele setzt die Kampagne Sachsen kauft fair! auf die soziale, politische und wirtschaftliche Wirkungskraft von Multi-Stakeholder-Initiativen wie die FairWear Foundation, die soziale Entwicklung als Zusammenspiel von privater Wirtschaft, kontrollierender Öffentlichkeit und organisierter Belegschaft verstehen.

Weitere Informationen und Unterstützung erhalten Sie bei unseren AnsprechpartnerInnen zur Öffentlichen Beschaffung.

Download Kurzfassung Studie “Made in Marokko”

Beziehen Sie die vollständige Studie auf Englisch von unserer Projektseite NetWorkWear (Made in Morocco Report)

18. November 2011

22.11. Fachkongress “Nicht nur sauber, sondern rein?”

Der Fachkongress „Nicht nur sauber, sondern rein? Möglichkeiten eines ökologischen und sozialen Einkaufs von Dienstkleidung und Textilien”, findet am 22. November 2011 in Bremen statt.
Der Kongress richtet sich in erster Linie an Einkäufer der öffentlichen Hand und Anbieter von Textilien/Dienstkleidung. Ziel soll es sein, eine gemeinsame Perspektive für einen öko-sozialen Einkauf zu entwickeln.
Bei dem Fachkongress werden Expert/innen aus unterschiedlichen Bereichen anwesend sein. Mit ihnen werden kritisch Fragen diskutiert, unter anderem: Wie kann sichergestellt werden, dass ökologische und soziale Kriterien in der Produktion eingehalten werden? Welche Nachweise gibt es und wie können diese bewertet werden? Wie können ökologische und soziale Kriterien in einem öffentlichen Vergabeverfahren rechtssicher implementiert werden? Welche Schritte sind noch zu gehen, damit in Zukunft verstärkt auf ökologische und soziale Kriterien beim Einkauf geachtet wird?

Veranstalter ist das Bremer Entwicklungspolitische Netzwerk BEN e.v. Auf deren Internetseite gibt es den Flyer zu dem Kongress.

7. November 2011

13.11. Filmvorführung: „A Blooming Business”

a poetic documentary about people who are imprisoned
by the power of the global flower industry
Doku NL 2009, 50 min
OmU, simultane Übersetzung ins Dt.

Sonntag 13.11.2011, 20.00 Uhr
Filmtheater Casablanca, Friedensstr.23, 01099 Dresden

anschließend Vortrag zur Kampagne FairFlowers – mit Blumen für Menschenrechte
Referentin – Gertrud Falk, Fian Deutschland e.V.

Moderation – Frank Spiller, Grüne Liga Sachsen/“Sachsen kauft fair“

Ein Film von Ton van Zantvoort über die Folgen der Blumenindustrie am Naivasha-See in Kenia. Sensibel führt van Zantvoort die ZuschauerInnen an den Lebensalltag von BlumenarbeiterInnen heran. Fischer und Wasserverkäufer berichten über die Auswirkungen der Blumenproduktion auf die Wasserqualität und den sinkenden Wasserpegel des Sees.

Gertrud Falk, ist Kampagnerin und Bildungsreferentin für die Kampagne „Fair Flowers – Mit Blumen für Menschenrechte”. Sie wird aus der Kampagnenarbeit berichten, sowie auf Aspekte des weltweiten Blumenhandels eingehen wie Handelswege und Vermarktung, Produktions- und Arbeitsbedingungen, ökologische und gesundheitliche Auswirkungen sowie auf die Situation von Frauen in der Blumenindustrie. Es werden Alternativen und Handlungsmöglichkeiten für private Konsumenten und die öffentliche Hand diskutiert.

Eine Veranstaltung der Grüne Liga Sachsen/“Sachsen kauf fair“ in Kooperation mit Fian Deutschland und dem Kino Casablanca im Rahmen des UMUNDU-Festivals für nachhaltigen Konsum und der Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage – SEBIT 2011.