A l l i a n z
SACHSEN KAUFT FAIR
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4. Februar 2012

Networkwear-Film “Den Faden verlieren”

Ein Film von Oriol Andrés, Carlos Castro und Gemma Garcia

Creative Commons 2011

Schmutzige Arbeitsbedingungen am Rande Europas und vor den Toren Europas im Auftrag unserer Städte und Gemeinden: Der Film zur Networkwear-Studie “Made in Marokko” stellt das System der öffentlichen Beschaffung von Arbeitsbekleidung in Europa und die Probleme der prekären Arbeitsbedingungen am Beispiel des Lieferlandes Marokko dar.
Der Film wurde im Rahmen des EU-Projektes Networkwear erstellt, an dem Sachsen kauft fair und die Stadt Chemnitz beteiligt sind.

Der Film stellt beispielhaft die Herangehensweise an sozial verantwortliche Ausschreibungen vor und portraitiert die Arbeitsweise der Fair Wear Foundation und von Sweatfree Communities.

Der Film auf DVD ist im Sachsen kauft fair-Büro des ENS bestellbar.

Teil 1:

Teil 2:

 

18. Januar 2012

Made in Marokko: Film und Bericht

Veranstaltungsankündigung:

Montag, 30. Januar, Louisen Kombi Naht, Louisenstraße 72

Wollen Sie wissen, ob auch ihre Stadt Kleidung von ausgebeuteten Frauen kauft? Wir sagen es Ihnen hier auf der Veranstaltung:

Film, Diskussion, Erlebniswelt Akkordnähen

Marokkanerinnen berichten: Städte lassen nähen, wo Frauen ausgebeutet werden. Profitiert auch Dresden davon?

Eine gerade veröffentlichte Studie der spanischen Menschenrechtsorganisation SETEM belegt Extremausbeutung von Frauen. Sie nähen die Uniformen und andere Arbeitsbekleidung für Städte und Kommunen.

MADE IN MAROKKO steht für Qualitätsbekleidung. Europäische Städte und Länder kaufen sie.
MADE IN MAROKKO steht aber auch für Rechtsverletzungen. Hier die häufigsten:
Die Beschäftigten atmen giftige Substanzen ein. Sie arbeiten für Hungerlöhne. Exzessive, erzwungene und willkürlich angeordnete Überstunden mit gravierenden sozialen und persönlichen Folgen.

Zu sehen und zu hören sind diese Zustände im Dokumentarfilm DEN FADEN VERLIEREN und aus erster Hand: von zwei marokkanischen Frauen. Als ehemalige Näherinnen setzen sie sich nun für die Rechte der Beschäftigten ein. Sie kommen nach Europa – dort, wohin die Bekleidung exportiert wird.

Naim Naima und Laymae Assouz kommen am Montag, den 30. Januar 2012 um 19 Uhr ins Dresdner Louisen Kombi Naht, Louisenstraße 72. Als Vertreter der Stadt Dresden ist der Leiter der Vergabestelle, Herr Krones, eingeladen.

Bettina Musiolek von SACHSEN KAUFT FAIR findet: „Gegenwärtig wissen Städte in der Regel nicht, wo Uniformen, Kittel und Blaumänner für ihre Angestellten hergestellt werden. Geschweige denn wie. Kommunen müssen jedoch sicherstellen, dass Steuergelder nicht für Produkte aus Sklavenarbeit ausgegeben werden.“

Im Louisen Kombi Naht sind Sie eingeladen, die Akkordwelt der NäherInnen selbst zu erleben. Probieren Sie aus, ob sie es schaffen, in 10 Sekunden eine Tasche zu nähen.

Näheres ist zu erfahren bei: Bettina Musiolek, 0351-49 233 61, 0178 877 32 98, ed.neshcas-tlewenienull@fuakriaF

Die zivilgesellschaftliche Initiative SACHSEN KAUFT FAIR wird getragen vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen ENS, der Grünen Liga Sachsen, dem DGB Sachsen sowie der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und gehört der europäischen Initiative NetWorkWear für GUT gekleidete Städte an. NetWorkWear ist ein Bündnis von sechs Organisationen in 4 europäischen Ländern. Das Bündnis will dazu beitragen, dass Arbeits- und Menschenrechte von Frauen und Männern, die Dienstkleidung für öffentliche Auftraggeber herstellen, geachtet werden. NetWorkWear ist eine Initiative der internationalen CLEAN CLOTHES CAMPAIGN.

2. Dezember 2011

Made in Marokko: Prekäre Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Die Kampagne Sachsen Kauft fair! veröffentlicht die im Rahmen des EU-Projektes NetWorkWear erstellte Studie “Made in Marokko” (Kurzfassung). Dokumentiert werden die Auswirkungen des internationalen Subunternehmertums auf die ArbeiterInnen vor Ort.

96% der marokkanischen Exporte gehen nach Europa – vielleicht auch in Ihre Kommune! Der öffentlichen Hand darf es nicht egal sein, wo Ihre Waren herkommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden.

Die Studie eröffnet Einblicke in die Arbeitsstrukturen in Marokko, ordnet diese in das System der internationalen Lieferketten ein und gibt Empfehlungen an öffentliche Auftraggeber. Soziale Mindeststandards werden von den Betroffenen vor Ort gefordert. Diese Forderungen verdienen unsere Unterstützung.

Für die Umsetzung dieser Ziele setzt die Kampagne Sachsen kauft fair! auf die soziale, politische und wirtschaftliche Wirkungskraft von Multi-Stakeholder-Initiativen wie die FairWear Foundation, die soziale Entwicklung als Zusammenspiel von privater Wirtschaft, kontrollierender Öffentlichkeit und organisierter Belegschaft verstehen.

Weitere Informationen und Unterstützung erhalten Sie bei unseren AnsprechpartnerInnen zur Öffentlichen Beschaffung.

Download Kurzfassung Studie “Made in Marokko”

Beziehen Sie die vollständige Studie auf Englisch von unserer Projektseite NetWorkWear (Made in Morocco Report)

24. November 2011

BürgerInnen fordern ökologisch-soziale Beschaffung von ihren Kommunen

Vamos e.V. Münster hat zusammen mit FIAN Deutschland 160 Online-Aktionskarten an den Deutschen Städtetag übergeben. 160 Bürgerinnen und Bürger fordern in ganz Deutschland ihre Kommunen auf, nur noch Produkte zu beschaffen, die unter öko-sozialen Bedingungen hergestellt wurden.

Pressemitteilung

18. November 2011

22.11. Fachkongress “Nicht nur sauber, sondern rein?”

Der Fachkongress „Nicht nur sauber, sondern rein? Möglichkeiten eines ökologischen und sozialen Einkaufs von Dienstkleidung und Textilien”, findet am 22. November 2011 in Bremen statt.
Der Kongress richtet sich in erster Linie an Einkäufer der öffentlichen Hand und Anbieter von Textilien/Dienstkleidung. Ziel soll es sein, eine gemeinsame Perspektive für einen öko-sozialen Einkauf zu entwickeln.
Bei dem Fachkongress werden Expert/innen aus unterschiedlichen Bereichen anwesend sein. Mit ihnen werden kritisch Fragen diskutiert, unter anderem: Wie kann sichergestellt werden, dass ökologische und soziale Kriterien in der Produktion eingehalten werden? Welche Nachweise gibt es und wie können diese bewertet werden? Wie können ökologische und soziale Kriterien in einem öffentlichen Vergabeverfahren rechtssicher implementiert werden? Welche Schritte sind noch zu gehen, damit in Zukunft verstärkt auf ökologische und soziale Kriterien beim Einkauf geachtet wird?

Veranstalter ist das Bremer Entwicklungspolitische Netzwerk BEN e.v. Auf deren Internetseite gibt es den Flyer zu dem Kongress.

7. November 2011

13.11. Filmvorführung: „A Blooming Business”

a poetic documentary about people who are imprisoned
by the power of the global flower industry
Doku NL 2009, 50 min
OmU, simultane Übersetzung ins Dt.

Sonntag 13.11.2011, 20.00 Uhr
Filmtheater Casablanca, Friedensstr.23, 01099 Dresden

anschließend Vortrag zur Kampagne FairFlowers – mit Blumen für Menschenrechte
Referentin – Gertrud Falk, Fian Deutschland e.V.

Moderation – Frank Spiller, Grüne Liga Sachsen/“Sachsen kauft fair“

Ein Film von Ton van Zantvoort über die Folgen der Blumenindustrie am Naivasha-See in Kenia. Sensibel führt van Zantvoort die ZuschauerInnen an den Lebensalltag von BlumenarbeiterInnen heran. Fischer und Wasserverkäufer berichten über die Auswirkungen der Blumenproduktion auf die Wasserqualität und den sinkenden Wasserpegel des Sees.

Gertrud Falk, ist Kampagnerin und Bildungsreferentin für die Kampagne „Fair Flowers – Mit Blumen für Menschenrechte”. Sie wird aus der Kampagnenarbeit berichten, sowie auf Aspekte des weltweiten Blumenhandels eingehen wie Handelswege und Vermarktung, Produktions- und Arbeitsbedingungen, ökologische und gesundheitliche Auswirkungen sowie auf die Situation von Frauen in der Blumenindustrie. Es werden Alternativen und Handlungsmöglichkeiten für private Konsumenten und die öffentliche Hand diskutiert.

Eine Veranstaltung der Grüne Liga Sachsen/“Sachsen kauf fair“ in Kooperation mit Fian Deutschland und dem Kino Casablanca im Rahmen des UMUNDU-Festivals für nachhaltigen Konsum und der Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage – SEBIT 2011.

28. September 2011

Newsletter

Lesen Sie den aktuellen Newsletter unserer Kampagne:

2011Apr-Jul_SKF Newsletter

11. September 2011

Studie zeigt: Missachtung von Arbeits- und Menschenrechten in der Berufsbekleidungs- und Heimtextilindustrie

Die Christliche Initiative Romero und die Kampagne für Saubere Kleidung haben in den vergangenen Monaten 28 deutsche Berufsbekleidungs- und Heimtextilunternehmen, von denen ein Großteil die öffentliche Hand beliefert, zum Thema Unternehmensverantwortung und Sozialstandards in der Produktionskette befragt – mit ernüchterndem Ergebnis: Firmenprofile – Für die Einhaltung von Sozialstandards in der Berufsbekleidungs und Heimtextilindustrie

6. September 2011

“Den Stein ins Rollen bringen”: Neue Initiative für nachhaltige Steinproduktion

Die Südwind-Agentur in Wien stellt in der Broschüre “Den Stein ins Rollen bringen. Arbeitsbedingungen in der Steinproduktion und sozial faire Beschaffung” die Arbeit der Arbeitsgruppe Nachhaltiger Naturstein (WGDN) vor. Dies ist eine Multistakeholderinitiative von Steinimporteuren, Steinmetzen und zivilgesellschaftlichen Organisationen mit dem Ziel faire Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Menschenrechte in der Steinproduktion durchzusetzen.

14. März 2011

Traditionsreiches deutsches Arbeitsbekleidungsunternehmen tritt der Fair Wear Foundation bei

Bierbaum-Proenen GmbH & Co. KG Bekleidungswerke ist das erste deutsche Berufsbekleidungsunternehmen, das der Fair Wear Foundation, FWF, beitritt. FWF weitet damit seine Expertise für Arbeitsbekleidungsunternehmen auch nach Deutschland aus.

Link: http://fairwear.org/2010-07-01/bierbaum-proenen-gmbh-co