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SACHSEN KAUFT FAIR
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Made in Marokko: Film und Bericht

18. Januar 2012 (bastian.schmidt)

Veranstaltungsankündigung:

Montag, 30. Januar, Louisen Kombi Naht, Louisenstraße 72

Wollen Sie wissen, ob auch ihre Stadt Kleidung von ausgebeuteten Frauen kauft? Wir sagen es Ihnen hier auf der Veranstaltung:

Film, Diskussion, Erlebniswelt Akkordnähen

Marokkanerinnen berichten: Städte lassen nähen, wo Frauen ausgebeutet werden. Profitiert auch Dresden davon?

Eine gerade veröffentlichte Studie der spanischen Menschenrechtsorganisation SETEM belegt Extremausbeutung von Frauen. Sie nähen die Uniformen und andere Arbeitsbekleidung für Städte und Kommunen.

MADE IN MAROKKO steht für Qualitätsbekleidung. Europäische Städte und Länder kaufen sie.
MADE IN MAROKKO steht aber auch für Rechtsverletzungen. Hier die häufigsten:
Die Beschäftigten atmen giftige Substanzen ein. Sie arbeiten für Hungerlöhne. Exzessive, erzwungene und willkürlich angeordnete Überstunden mit gravierenden sozialen und persönlichen Folgen.

Zu sehen und zu hören sind diese Zustände im Dokumentarfilm DEN FADEN VERLIEREN und aus erster Hand: von zwei marokkanischen Frauen. Als ehemalige Näherinnen setzen sie sich nun für die Rechte der Beschäftigten ein. Sie kommen nach Europa – dort, wohin die Bekleidung exportiert wird.

Naim Naima und Laymae Assouz kommen am Montag, den 30. Januar 2012 um 19 Uhr ins Dresdner Louisen Kombi Naht, Louisenstraße 72. Als Vertreter der Stadt Dresden ist der Leiter der Vergabestelle, Herr Krones, eingeladen.

Bettina Musiolek von SACHSEN KAUFT FAIR findet: „Gegenwärtig wissen Städte in der Regel nicht, wo Uniformen, Kittel und Blaumänner für ihre Angestellten hergestellt werden. Geschweige denn wie. Kommunen müssen jedoch sicherstellen, dass Steuergelder nicht für Produkte aus Sklavenarbeit ausgegeben werden.“

Im Louisen Kombi Naht sind Sie eingeladen, die Akkordwelt der NäherInnen selbst zu erleben. Probieren Sie aus, ob sie es schaffen, in 10 Sekunden eine Tasche zu nähen.

Näheres ist zu erfahren bei: Bettina Musiolek, 0351-49 233 61, 0178 877 32 98, ed.neshcas-tlewenienull@fuakriaF

Die zivilgesellschaftliche Initiative SACHSEN KAUFT FAIR wird getragen vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen ENS, der Grünen Liga Sachsen, dem DGB Sachsen sowie der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und gehört der europäischen Initiative NetWorkWear für GUT gekleidete Städte an. NetWorkWear ist ein Bündnis von sechs Organisationen in 4 europäischen Ländern. Das Bündnis will dazu beitragen, dass Arbeits- und Menschenrechte von Frauen und Männern, die Dienstkleidung für öffentliche Auftraggeber herstellen, geachtet werden. NetWorkWear ist eine Initiative der internationalen CLEAN CLOTHES CAMPAIGN.